Vereinsgeschichte

Die Geschichte des „Heimatvereins Maderecker Bruck an der Mur“

Georg Schestein, Familie Hatty, Karl Lanzer, Ignaz Wicher und Katty Staibl wanderten jahrelang aus Liebe zu ihrer Brucker Heimat und aus Freude am Zusammensein auf das „Madereck“, einen beliebten Brucker  Ausflugsberg.

Im Jahre 1910 hatte Georg Schestein dann die Idee einen Verein zu gründen, der „Alpiner Verein d'Maderecker" genannt wurde.  Wenig später waren aus den sieben  Madereck-Wanderern 22 Mitglieder geworden. Karl Kornberger spielte Harmonika und wurde der erste Vereinsspielmann: Man begann jedes Mal auf dem Madereck für Unterhaltung zu sorgen und zu tanzen. Dies führte dazu, dass die „Auftritte“
immer beliebter und professioneller wurden.

Der erste Weltkrieg unterbrach die Vereinsarbeit bis ins Jahr 1920. 1924 wurde unter Obmann Josef Tuller eine Vereinsfahne angeschafft und kirchlich geweiht.

Im selben Jahr gründeten die Maderecker auch eine offizielle Tanzgruppe. Der Verein wurde in die Bundesleitung aufgenommen. Hauptaufgabe zu allen Zeiten war es das steirische Brauchtum zu pflegen, zu erhalten und an die Jugend weiter zu vermitteln. Die wenigen Schillinge, die bei diversen Veranstaltungen und aus Beiträgen eingenommen wurden, wurden an Kinder armer Familien der Brucker Stadt  gespendet. So stand auf dem ersten Vereinsabzeichen der Leitspruch:
„Über das Kind der Armen, wir uns wollen erbarmen"! 

Im Jahre 1943 wurde der Verein gezwungen, das gesamte Vereinsvermögen  abzuliefern. Doch auch nach dieser schweren Zeit dachten die „Maderecker z´ Bruck “ nicht ans Aufhören. Im Gegenteil, nach den verlorenen Jahren begann die Vereinsarbeit am 9. Dezember des Jahres 1945, im so genannten  „Jahre Null“, schon wieder mit vollem Eifer.
Unter dem damaligen Vortänzer Fredl Goldhahn und später unter Erwin Kreiner nahm der Verein an zahlreichen Veranstaltungen teil, und brachte so manchen Preis nach Hause.

Seit 1950 wurde alle 10 Jahre ein großes Fest veranstaltet.

Zum fünfzigsten Fest im Jahr 1960 wurde die Vereinsfahne renoviert und Rosa Kreschmasch fungierte das erste Mal als Fahnenmutter.

1962 wurde unter der Tanzleitung von Fredl Goldhahn die Tanzgruppe zur „besten steirischen Tanzgruppe“ gewählt und erhielt das Wanderbanner.

1967 gründete Gottfried Scheipl eine Kindertanzgruppe und 1970 erhielt der Verein einen Kirtabuschen zum sechzigsten Bestandsjubiläum.

Unter Obmann Josef Neuhold wurde zum 80sten Jubiläum eine neue Vereinsfahne angeschafft, die
Mürzzuschlager Festtagstracht und der Breitenauer Hammerherrn Anzug wurden zu unserer Vereinstracht.

2000 feierten wir unser neunzigjähriges Bestandsjubiläum mit unseren Freunden von der Riesengebirgstrachtengruppe München und dem Trachten- und Brauchtumsverband Wels auf der Brucker Murinsel und im Glashaus der Gärtnerei Schacherl. Sie kommen auch heuer wieder. Nun steht am 29. und 30. Mai 2010 das 100 jährige Bestandsfest vor der Tür und der Verein ist sehr stolz auf das bisher Erreichte.

Peter Schierl